21.01.2010: Gastvortrag von Jörg Berger

Gastvortrag von Jörg Berger: ''Ein Fußball-Leben in Ost und West''
am 21.01.10 von 16 - 19 Uhr in Hörsaal 1
Der erfolgreiche Auswahltrainer der DDR und Fußball-Bundesligatrainer
schildert in einem Interview seinen Werdegang als Trainer und nimmt
Stellung zur aktuellen Situation im Spitzenfußball. Außerdem wird er
aus seiner Autobiographie ''Meine zwei Halbzeiten: Ein Leben in Ost und
West'' einige interessante Abschnitte vorlesen. Die Veranstaltung soll
mit einer Diskussion mit den Studierenden und der Signierung des
Buches abgerundet werden.

Ende der siebziger Jahre gehörte Jörg Berger als erfolgreicher
Fußballtrainer in der DDR zu den Privilegierten des Systems. Eine
aussichtsreiche Zukunft stand ihm bevor, er wurde sogar als
Nationaltrainer diskutiert. Doch es kam anders. Im März 1979 nutzte er
ein Länderspiel in Jugoslawien, um in die Bundesrepublik zu
fliehen. Mit viel Glück gelangte er in die Bundesrepublik, wo er seine
Trainerkarriere ganz von vorn beginnen musste. Er kämpfte sich durch
und wurde zu einem der renommiertesten Trainer der
Bundesliga. Insgesamt gelang es ihm viermal, einen
Bundesligaverein vor dem drohenden Abstieg zu bewahren. Diese Leistung
brachte ihm den Spitznamen ''Feuerwehrmann'' ein, den er allerdings
nicht gerne hört: ''Die Feuerwehr kommt, löscht und verschwindet
wieder.'' Er aber ''habe Frankfurt, Köln und Schalke nicht nur vor dem
Abstieg gerettet, sondern sie auch später in den UEFA-Cup geführt''
(kicker, 26.3.1998).
Eine schwere Erkrankung zwang ihn seine Trainerlaufbahn zu beenden. Aber seine Energie hält ihn weiterhin mit dem Fußball in Verbindung, wie es seine 2009 erschienene Autobiographie ''Meine zwei Halbzeiten: Ein Leben in Ost und West'' dokumentiert.

