Band 03 - Wissenschaftliches Arbeiten mit Literatur im Sportstudium

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Seit April 2005 liegt der dritte Band der Schriftenreihe der
Zentralbibliothek der Sportwissenschaften mit dem Titel
Wissenschaftliches Arbeiten mit Literatur im Sportstudium vor.
Autoren des Bandes sind Andreas Amendt und
Jürgen Schiffer.
Der heterogene Charakter der Sportwissenschaft schlägt sich
in einer ebenso heterogenen Zitierweise nieder. Vor diesem
Hintergrund besteht ein Hauptanliegen der vorliegenden Publikation
darin, die Vielfalt der Zitationsweisen auf die beiden Hauptformen
nämlich den mittlerweile etablierten Standard der
American Psychological Association
(APA) und (als Alternative) die
sogenannte geisteswissenschaftliche Zitierweise zu reduzieren.
Die Favorisierung des APA-Standards beruht dabei auf
der Tatsache, dass die Vertreter führender
Sportverlage und Schriftleitungen
wichtiger Periodika der deutschsprachigen Sportwissenschaft sich
auf ebendiesen Zitationsstandard geeinigt
haben und dieser Standard von der
Deutsche Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs)
empfohlen
wird. Neben den Angaben zur Zitation werden zudem Hinweise zum
formalen Aufbau einer wissenschaftlichen Arbeit gegeben, die
weitgehend dem Handbuch der APA (2001) entnommen sind. Im Gegensatz
zu den zahlreich vorhandenen Publikationen über das wissenschaftliche
Arbeiten in der Sportwissenschaft liegt in diesem Buch ein weiterer
Schwerpunkt auf der Literaturrecherche. Eine gründliche
Literaturrecherche setzt heutzutage auch die Fähigkeit voraus, mit
Internetdatenbanken umgehen zu können. Daher werden sowohl die
grundlegenden Funktionsmuster von Datenbanken erklärt, als auch
die Suchmasken der wichtigsten sportwissenschaftlichen Datenbanken
vorgestellt. Da die Zentralbibliothek der Sportwissenschaften (ZBS)
der Deutschen Sporthochschule Köln (DSHS) hinsichtlich ihres
Bestandes unter den sportwissenschaftlichen Spezialbibliotheken
eine Ausnahmestellung einnimmt, werden die von ihr angebotenen
Datenbanken besonders intensiv dargestellt. Daraus ist jedoch nicht
abzuleiten, dass sich die vorliegende Publikation nur an Sportstudierende
der DSHS wendet, sondern sie richtet sich auch an Sportstudierende
anderer Hochschulen und generell sportwissenschaftlich interessierte
Personen, die nicht nur Literatur korrekt recherchieren und zitieren,
sondern auch eigene Publikationen formal korrekt erstellen wollen.
Die Darstellung thematisiert bewusst nicht jedes Detail bzw. jede
(mitunter unwichtige) Rechercheoption einer Datenbank, sondern
versteht sich als eine nutzerfreundliche Einstiegshilfe, die eine
befriedigende Recherche in den einzelnen Datenbanken ermöglicht.
Das Kapitel zu sportwissenschaftlichen Nachschlagewerken gibt
Studierenden nicht nur einen selektiven Überblick über die
mittlerweile recht große Palette dieser grundlegenden, leider
häufig übersehenen Informationsmittel, sondern soll auch dafür
sensibilisieren, dass einige dieser Informationsmittel Schwächen
aufweisen und daher nicht kritiklos rezipiert werden dürfen. Die
wissenschaftstheoretische Kurzcharakterisierung der Sportwissenschaft
in Kapitel 6 soll ein grundlegendes Verständnis dafür entwickeln, was
in sportwissenschaftlichen Datenbanken und Informationsmitteln
überhaupt zu erwarten ist. Da das Buch direkt aus den an der
Sporthochschule durchgeführten Übungen zur Einführung in das
wissenschaftliche Arbeiten entsprungen ist, ist es gerade für
Kölner Sportstudierende eine lohnenswerte Anschaffung.





